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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Demokratischen Republik Kongo

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Die Demokratische Republik Kongo hat enorme Entwicklungschancen. Ihre Bodenschätze sind auf dem Weltmarkt sehr gefragt. Sie verfügt über fruchtbare Böden und über Regenwälder mit einer einzigartigen Artenvielfalt. Mit dem Kongo, dem zweitlängsten Strom Afrikas, seinen Nebenflüssen und den Großen Seen im Osten ist die DR Kongo zudem eines der wasserreichsten Länder der Erde. Die Möglichkeiten, umweltfreundlichem Strom aus Wasserkraft zu erzeugen, werden bislang nur in geringem Umfang genutzt. Frieden und Stabilität vorausgesetzt, könnte die DR Kongo diese Potenziale nutzen, um die Lebensbedingungen der überwiegend in Armut lebenden Bevölkerung spürbar zu verbessern.

Der breiten Bevölkerung können die riesigen Potenziale jedoch nur zugutekommen, wenn die Nutzung der Ressourcen nachhaltig geschieht und die Einnahmen in eine breitenwirksame Entwicklung des Landes investiert werden – und nicht der persönlichen Bereicherung der Machthaber dienen oder in die Kassen von Milizen fließen.

Die Regierung der DR Kongo hat 2016 eine ehrgeizige Entwicklungsstrategie (Plan National Stratégique de Développement, PNSD) für den Zeitraum 2017 bis 2021 vorgelegt. In diese sind auch die Ziele der Agenda 2030 eingeflossen. Die Realitäten im Land spiegelt dieses offizielle Konzept jedoch nicht wider. Ohne grundlegende Reformen werden die formulierten Ziele nicht zu erreichen sein.

Aufgrund der politischen Situation finden zurzeit keine Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und der DR Kongo statt. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde so ausgerichtet, dass sie unmittelbar der Bevölkerung zugutekommt. Die Zusammenarbeit mit der kongolesischen Zivilgesellschaft im Land wurde weiter verstärkt.

Schwerpunkte

Die deutsch-kongolesischen Entwicklungszusammenarbeit hat folgende Schwerpunkte:

  • Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Schutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Nachhaltigkeit im Rohstoffsektor
  • Zudem spielt der Themenbereich Frieden, Sicherheit und Stabilität eine zentrale Rolle für das deutsche Engagement im Osten des Landes

Regionale Zusammenarbeit

Die DR Kongo wird darüber hinaus durch mehrere regionale Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefördert. Zu den länderübergreifenden Institutionen, die Deutschland unterstützt, gehören die Große-Seen-Konferenz (ICGLR), die Zentralafrikanische Forstkommission (COMIFAC), die Internationale Kommission des Kongo-Oubangui-Sangha-Beckens (CICOS) sowie die Kongobeckenwaldpartnerschaft (CBFP).

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