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Deutschland und die Demokratische Republik Kongo: Bilaterale Beziehungen

25.08.2023 - Artikel

Die Bundesregierung unterstützt die Konsolidierung des demokratischen Prozesses und wirbt für nachhaltige politische und wirtschaftliche Reformen, um einer weiteren Destabilisierung des Landes und der Region entgegenzuwirken. Besondere Aufmerksamkeit liegt derzeit auf der Verbesserung der Sicherheits- und humanitären Lage, vor allem in Ostkongo.

Zuletzt besuchte 2019 Außenminister Maas die DR Kongo. Im selben Jahr reiste Staatspräsident Tshisekedi erstmals nach Deutschland und traf dabei u.a. mit Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel zusammen. Ende August 2021 reiste er in seiner Funktion als AU-Vorsitzender anlässlich des „Compact with Africa“ Gipfels erneut nach Berlin.

Aktuell umfasst die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit der DR Kongo ein laufendes Portfolio von rund 500 Mio. EUR. Hinzu kommt ein umfassendes Portfolio im Bereich humanitäre Hilfe (52 Mio. EUR im Jahr 2022, nach 68,5 Mio. EUR im Vorjahr).

Die deutsche EZ mit der DR Kongo konzentriert sich auf drei Kernthemen: „Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ mit Fokus auf die Friedensbemühungen im Osten des Landes und eine gesteigerte Resilienz der Bevölkerung; „Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen“ u. a. mit der Förderung von sechs Naturschutzgebieten und der in den Randzonen lebenden Bevölkerung; sowie „Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs“ mit Projekten z.B. zur Gewährleistung von Kontrolle und Transparenz im Bergbausektor. Darüber hinaus werden einzelne Energievorhaben gefördert.

Im Bereich humanitäre Hilfe engagiert sich Deutschland u.a. über Ernährungshilfe, die Förderung spezifischer Schutzprojekte für Mädchen und Frauen gegen sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt, die Stärkung von Gesundheitsdiensten und Kliniken sowie die Bereitstellung von Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung für bedürftige Menschen.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo sind gering ausgeprägt.

Seit 2015 unterhält das Goethe-Institut ein Verbindungsbüro in Kinshasa. Die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Hanns-Seidel-Stiftung unterhalten Büros in Kinshasa.

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